Brauchst du eine Jahresplanung?

Nein, du kannst auch durch das Jahr ohne Planung kommen. So hast du keinen Planungsstress und fühlst dich nicht von starren Terminen erdrückt. Und (real talk…): Ich habe auch jahrelang keine Jahresplanung gemacht und alles auf mich zukommen lassen. Vielleicht bist du im Team „Keine (schriftliche) Jahresplanung“? Leider entgehen dir dann die Vorteile einer flexiblen Jahresplanung:

 1.)  Du lässt das letzte Jahr Revue passieren mit all den guten und schlechten Dingen, die dir passiert sind. Du darfst dich für dein Erfolge loben und deine Herausforderungen analysieren.

2.) Du notierst die wichtigen und festen Termine (Deadlines, Ferien, Weiterbildungen, etc.) für das kommende Jahr in deinem Kalender. So hast du schon einmal einen groben Zeitrahmen und hältst dir die Termine frei.

3.) Du darfst deine Träume in Ziele umwandeln und, wenn du magst, auch visualisieren.

4.) Du freust dich auf das kommende Jahr und hast das gute Gefühl, dass es DEIN Jahr wird.

5.) Du weißt aber auch, dass es kein Beinbruch ist, wenn Ziele nicht erreicht werden oder sich im Laufe des Jahres ändern. Auch Unvorhergesehenes macht dir keine Angst, denn du planst ja flexibel.

Die 4 Schritte einer flexiblen Jahresplanung

Wenn du diese 4 Schritte der flexiblen Jahresplanung gehst, kann dich 2021 nichts mehr aufhalten!  Der erste Schritt ist der Jahresrückblick. Du hast hier die Gelegenheit, alle schönen und nicht so schönen Momente Revue passieren zu lassen. Der zweite Schritt ist das Finden eines roten Fadens oder eine Jahresmottos. Wenn du dein Warum und deine Vision schon kennst, dann kannst du in diesem Schritt ein Motto für dieses Jahr festlegen. Der dritte Schritt ist die Festlegung deiner Ziele. Benutze da am besten eine Zielformulierungs- oder Visualisierungstechnik deiner Wahl. Der vierte Schritt ist das Notieren deiner Deadlines und der festen Termine (Ferien, Kongresse, Weiterbildungen, Launches, etc.) im Kalender und das Festlegen deiner ersten Schritte, um dein Ziel zu erreichen.

 

Schritt 1 der Jahresplanung: Der Jahresrückblick

Du solltest dir unbedingt genügend Zeit für deinen Jahresrückblick freihalten (mind. 1-2 Stunden).Ich bin Fan von dem Motto “ Mache dir deine Planung so schön und flexibel, wie möglich“. Deswegen kannst du dir für deinen Jahresrückblick so gemütlich wie möglich machen.Wie wäre es mit einer Tasse Tee, Plätzchen, Kerzen und schöner Musik? Mümmele dich gerne auf dein Sofa und lasse die Gedanken schweifen. Vergiss aber die Taschentücher nicht (s.u.)! 

Hier ein paar Fragen, die dich durch deinen Jahresrückblick leiten können: 

– Wie war das letzte Jahr?

– Was ist Schönes geschehen?

– Wo hast du Erfolge gefeiert?

– Was lief nicht so gut?

– Was war im letzten Jahr herausfordernd?

– Was nimmst du mit ins nächste Jahr?

– Was darf gehen und was darf anders werden?

Notiere alle Gedanken, Impulse und Erkenntnisse, die du während des Rückblicks gewinnst. Gerne kannst du dem letzten Jahr ein Motto geben. Oder es mit einem Ritual verabschieden. Alles was hilft dieses Jahr zu verabschieden und sich für das kommende Jahr zu öffnen, ist richtig. Wenn Tränen fließen wollen, dürfen sie. Wenn du Lachen und Tanzen möchtest, dann tanze und lache!

 

 

Schritt 2 der Jahresplanung: Dein Warum finden

Jetzt suchen wird dein Warum und formulieren ein Jahresmotto. Tatsächlich bringt es nichts, deine Ziele festzulegen und zu verfolgen, wenn du nicht weißt, warum du es machst und schaust, ob sich deine Ziele überhaupt mit deinem Warum und deinen Werten deckt. Natürlich gibt es genug Bereiche im Leben, in denen du äußeren Zwängen unterworfen bist, aber in deinen Jahreszielen sollten sich wirkliche Traumziele mischen. Denn wenn du zurückgeworfen wirst, was übrigens ganz normal ist, dann solltest du dich daran erinnern, wieso das alles machst. Das gilt übrigens nicht fürs Business, sondern auch für deine privaten Ziele.

Frage dich also:

– Weißt du eigentlich, wieso du jeden Tag aufstehst und deine Ziele verfolgst?

– Was ist dein großes Warum, das sich durch dein Leben, deinen Tag und dein Business zieht?

Setze dich dafür ganz in Ruhe an einen schönen Platz und beantworte diese Fragen. Zusätzlich kannst du dir noch ein Jahresmotto überlegen. Hier darfst du träumen und auch fantasievoll sein. Oft fällt dir ein passendes Motto ein, wenn du dein Warum gefunden hast. Zusätzlich kannst du dir ein Bild passend zum Jahresmotto suchen. Vielleicht erstellst du sogar ein Visionboard

Schritt 3 der Jahresplanung: Deine Jahresziele formulieren

Deine (Jahres-)Ziele sollten laut Michael Hyatt* ein wenig (!) außerhalb deiner Komfortzone liegen und nicht mit anderen Zielen kollidieren . Er empfiehlt sogar nur 7-10 Jahresziele in allen Lebensbereichen (z.B. Job/ Karriere/ Selbstständigkeit, Familie, persönliche Weiterentwicklung, Hobbys, Sozialkontakte, Spirituelles) festzulegen. Damit nicht am Ende des Jahres zu viele Deadlines sind, sollen nur maximal zwei Ziele pro Quartal gesetzt werden.


Für die Formulierung der Ziele empfehle ich dir die folgenden zwei Techniken:

SMARTER* (Bedeutung: spezifisch, messbar ,umsetzbar, gewagt, mit einem Zeitrahmen versehen, aufregend und relevant)

WOOP (Bedeutung: Visualisiere deine Ziele und die inneren Hindernisse und formuliere Wenn – Dann- Sätze)

 

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Exkurs: Deine Ziele WOOPen

Die erste Methode WOOP ist besonders für Menschen geeignet, die entweder sehr gerne mit Bilder arbeiten oder das Formulieren ihrer Ziele mit reinen Zahlen problematisch finden.

Die zweite Methode SMARTER ist für Kopfmenschen, die lieber mit konkreten Zahlen und eindeutigen Ergebnissen arbeiten, perfekt geeignet.

WOOP ist eine Methode zur Zielerreichung, die von der Psychologieprofessorin Gabriele Oettingen entwickelt wurde. Sie fand in einigen Studien heraus, dass zwar die Visualisierung von Zielen vorteilhaft ist. Erfolgreicher wird man aber, wenn man sich nicht nur seinen Wunschzustand vorstellt, sondern auch mögliche Hindernisse.

Das Wort WOOP steht für:

Wish, also Wunsch

Outcome, also Ergebnis

Obstacles, also Hindernisse

Plan, also Planen

Im Vordergrund steht nicht nur das Imaginieren und Visualisieren des Zieles, sondern auch der möglichen (inneren und eigenen) Hindernisse und wie man diese verhindern oder umgehen kann.

Hier findest du eine Anleitung fürs WOOPen: Für dein WOOPen brauchst du, zumindest am Anfang etwas Zeit und einen ruhigen Platz, damit gut ins Träumen und auch Visualisieren kommst. Du fängst an und suchst dir aus deinen groben Lebenszielen ein Ziel aus, das du schon immer verwirklichen wolltest und in den nächsten Wochen auch erreichen könntest. Oder du nimmst eine neue Angewohnheit, z.B. regelmäßig Sport machen, die du schon immer mal einführen wolltest.

Hier kommen nun die vier Schritte des WOOPens.

Der erste Schritt ist:

Was möchtest du bis wann erreichen? Du wirst hier idealerweise so konkret und detailliert wie möglich. Schreibe dein Ziel aber in 3-6 Wörtern auf den Zettel.

Der 2. Schritt:
Dann malst du dir die Erfüllung deines Wunsches aus: Wie fühlt es sich an? Wie wird es aussehen? Welche Konsequenzen wird es haben? Beschreibe den Zielzustand ebenfalls in 3-6 Wörtern.

Der 3. Schritt:
Dann kommt das mentale Kontrastieren ins Spiel, das heißt, du stellst dir vor, was dich von der Erfüllung deines Wunsches abhalten konnte. Welche deiner Verhaltensweisen oder welche deiner Gedanken, z.B. negative Glaubbenssätze, könnten störend sein? Beschreibe das Hindernis in 3-6 Wörtern.

Der 4. Schritt:
Im nächsten Schritt schreibst du auf, was du gegen dieses Hindernis tun kannst. Idealerweise findet du je einen Plan, wie du präventiv, in der Situation selber und zukünftig auf diese Hindernisse reagieren kannst. Schreibe einen Wenn-Dann-Satz auf. Dieser könnte lauten: Wenn Ereignis A eintritt, dann werde ich wie folgt reagieren ….

 

 

 

 

 

 

Exkurs: Deine Ziele SMARTER planen

Die zweite Technik für die Formulierung von Zielen ist die SMARTER-Technik von Michael Hyatt. SMARTER ist eine Art, wie man seine Ziele bewusst formuliert. SMARTER steht für:

S = Specific (Spezifisch)

M = Measurable (Messbar)

A = Actionable (Umsetzbar)

R = Risky (Gewagt)

T = Time-keyed (Zeitrahmen)

E= Exciting (Aufregend)

R= Relevant (Relevant)

Hyatt entwickelte diese einfache Formel, indem er die klassische SMART-Formel änderte und erweiterte. Auch ihm war es wichtig, dass seine LeserInnen ihre Ziele so eindeutig und spezifisch wie möglich formulierten. Weiterhin sollten die Ziele ein wenig außerhalb der Komfortzone liegen und nicht mit anderen Zielen kollidieren. Er empfiehlt sogar nur 7-10 Jahresziele in allen Lebensbereichen (z.B. Job/Selbstständigkeit, Familie, persönliche Weiterentwicklung, Hobbys, Sozialkontakte, Spirituelles) festzulegen. Damit nicht am Ende des Jahres zu viele Deadlines sind, sollen nur maximal 2 Ziele pro Quartal gesetzt werden.

Ziele werden nach der Formel SMARTER also

– so spezifisch wie möglich formuliert.

– mit Zahlen versehen, damit du den Erfolg messen kannst (z.B. ein Freebie erstellen und vermarkten)

– sie sollten gut umsetzbar sein (Starke Verben benutzen und kein „sein“)

– Gewagt sein (Du gehst aus der Komfortzone raus und weißt auf den ersten Blick nicht, wie du das Ziel konkret umsetzen wirst.)

– mit einem Zeitrahmen versehen (z.B. „Wie oft in der Woche“ oder „Wann sollte das Ziel erreicht sein?)

– Aufregend formuliert werden

– für dich (!) relevant sein.

  

Schritt 4 der Jahresplanung: Deine ersten, kleinen Schritte planen

Bravo, du hast wirklich schon viel geschafft! Wie geht es nun aber weiter? Jetzt darfst du konkret werden:

1.) Schreibe alle festen Termine wie z.B. Ferien, Urlaub, Weiterbildungen und alle Meilensteine deiner Projekte und Ziele in einen Kalender. So hast du schon eine grobe Struktur für das kommende Jahr. Wenn deine Termine sich oft verschieben, kannst du auch Klebezettel benutzen.
2.) Plane bitte jetzt ganz konkret, wie du heute oder morgen (nicht später!) einen Schritt in Richtung eines oder mehrerer Jahresziele tun kannst. Deine nächste und auch letzte Aufgabe wird es sein, einen ersten, kleinen Schritt in Richtung eines oder aller (Jahres-)Ziele sein.

Frage dich:

– Was kannst du einfach und innerhalb von 10 Minuten erledigen, damit du deinem Ziel näher kommst?

– Was fällt dir leicht und was kannst du sofort bzw. innerhalb der nächsten 48 Stunden umsetzen?

– Was ist der kleinste und einfachste Schritt, um dein Ziel zu erreichen?

– Was wird dein erster, kleiner Schritt sein, mit dem du ein Traumziel 2021 erreichst?

 

Wenn du diese vier Schritte deiner Jahresplanung durchführst, wirst du mit Sicherheit im nächstem Jahr viele Ziele verwirklichen können. Viel Spaß beim Träumen, Formulieren und Umsetzen deiner Jahresziele!

Du arbeitest lieber mit einem Workbook? Dann hole dir hier mein Workbook für deine einfache und nachhaltige Zielplanung.

 

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