Interview mit Anja Schreiber zum Thema Journaling

Von Journaling hast du bestimmt schon gehört, oder? Was das Journaling mit Routinen und achtsamer Planung zu tun hat, erfährst du in meinem Interview mit der Fachjournalistin Anja Schreiber zum Thema Journaling und achtsame Planung. 

1.) Du hast ja ein Buch über das Selbstmanagement mit Journaling geschrieben. Wie kam es dazu?

Seit mehr als zehn Jahren schreibe ich selbst ein Journal. Wobei ich nicht mit einem täglichen Journaleintrag begann, sondern mit einer wöchentlichen Routine. Ich nenne sie die Wochenkonferenz. Sie ist eine Verabredung mit mir selbst, die aber die gleiche Verbindlichkeit wie zum Beispiel ein Interviewtermin hat. Dabei beantworte ich mir drei Fragen: Was habe ich in der letzten Woche erreicht? Was ist nächste Woche zu tun? Was gibt es sonst noch zu sagen? Später kam dann die tägliche Schreibroutine dazu. Vor einigen Jahren kam ich auf die Idee, das Journaling als Artikel- und Vortragsthema aufzugreifen. Nachdem ich bemerkte, wie gut dieses Thema ankam, entschied ich mich, ein Buch über die von mir entwickelte Form des Journalings zu schreiben.

2.) Wieso ist Journaling so wichtig und für wen ist das Journaling geeignet?

Das Journaling ist eine hilfreiche Selbstmanagement- und Selbstcoaching-Methode, denn es unterstützt Menschen bei der Planung und Umsetzung ihrer Ziele. Zugleich schafft es Klarheit und Struktur und erhöht dadurch die Produktivität. Außerdem macht das Journalschreiben Erfolge sichtbar. So steigert es die Selbstwirksamkeit und das Selbstvertrauen. Darüber hinaus hilft das Tagebuchführen, Dinge objektiver zu sehen. Denn es schafft Abstand. Geeignet ist es eigentlich für alle, die sich gerne schriftlich ausdrücken.

3.) Was sind die wichtigsten Grundprinzipien des Journalings?

Das wichtigste Grundprinzip ist denkbar einfach: Mithilfe eines Journals begleitet man schreibend sein Leben und Arbeiten. Voraussetzung dafür ist, dass die Journalschreiberinnen und Journalschreiber Lust haben, über sich selbst zu reflektieren. Unbedingt notwendig ist auch die totale Ehrlichkeit sich selber gegenüber. Zwei weitere Aspekte spielen beim Journaling, das ich empfehle, eine wichtige Rolle: „Ziele entwickeln“ und „regelmäßig Bilanz ziehen“. Ich finde es wichtig, im Journal über seine Wünsche und Träume zu schreiben und in einem zweiten Schritt aus diesen Vorstellungen Ziele zu entwickeln. Genau so wichtig ist es, sich regelmäßig damit auseinanderzusetzen, inwieweit man seinen Zielen nähergekommen ist. Denn dass ein Plan automatisch zum Ziel führt, ist ja alles andere als selbstverständlich. Umso wichtiger ist es, sich der Frage stellen, was klappt und was nicht. In einem Journal kann man darüber reflektieren. So ist man in der Lage, die eigene Planung anzupassen und Lösungen für Probleme zu finden.

4.) Wie kann man seine Ziele und Visionen mit dem Journaling festlegen?

In meinem Ratgeberbuch „Entfessle Dein Selbst durch Journaling“ empfehle ich, am Beginn des Journalschreibens seine persönliche Lebensvision, also seine Wünsche, Träume und Sehnsüchte, aufzuschreiben. Zwei Fragen sollten dabei im Mittelpunkt stehen: Was will ich erreichen? Wie will ich leben? Aus diesem „Material“ lassen sich dann konkrete Ziele entwickeln. Es lässt sich darüber streiten, ob Menschen ihre große Vision vom Leben wirklich in die Tat umsetzen können. Aber eines ist klar: Wenn sie nicht wissen, wie sie leben wollen, wird es ihnen schwerfallen, ihrem Leben und Arbeiten eine Richtung zu geben. Das Definieren von Zielen ist also kein entbehrlicher Luxus, sondern die Grundvoraussetzung, um sein Leben und Arbeiten managen zu können und so glücklich(er) zu werden. Und dabei hilft das Journaling.

5.) Wie wichtig sind beim Journaling Rückblicke?

Rückblicke und Reflexionen des Vergangenen sind für das Journaling von entscheidender Bedeutung. Wer sich regelmäßig damit auseinandersetzt, welche Teilziele er umgesetzt hat und was liegen geblieben ist, verbessert seine Chancen, die gesteckten Ziele zu erreichen. Häufig bleiben wir hinter unseren Plänen zurück. Nur wer sich dieser Tatsache stellt und die Gründe dafür reflektiert, ist in der Lage, Lösungen zu finden und eventuell seine Planung anzupassen.

6.) Wie oft sollte man journalen?

Entscheidend ist, regelmäßig zu schreiben. Eine tägliche Routine ist natürlich ideal, aber auch ein wöchentlicher Schreibtermin macht Sinn. Ich empfehle zudem, in größeren Abständen sein Journal durchzulesen und über die Aufzeichnungen zu reflektieren. Das kann zum Beispiel einmal im Quartal, im Halbjahr oder im Jahr sein. Ich rate, die Erkenntnisse dieser Lektüre wiederum schriftlich zu fixieren.

7.) Kann man Planung und Journaling verbinden? Und wenn ja, wie kann das geschehen?

Das würde ich sogar empfehlen! Das Journal ist meiner Meinung nach eine ideale Materialsammlung für die Planung. Denn in ihm kristallisieren sich Ideen, Wünsche, Träume und Ziele heraus. Gleichzeitig reflektieren Journalschreibende auch über die Umsetzung ihrer Pläne. In den Journalen werden sie viele interessante Hinweise finden, die sie in die Fortschreibung ihrer Planung einfließen lassen können. Planung und Journaling sind für mich zwei kommunizierende Röhren.

Danke Anja für das informative und inspirierende Interview!

Literaturtipp:

Anja Schreiber: Entfessle Dein Selbst durch Journaling: Mit dem Tagebuch Träume verwirklichen, Ziele umsetzen, Erfolge wahrnehmen und das Selbstbewusstsein stärken … auch in der Corona-Krise, Berlin 2020, Taschenbuch und E-Book bei Amazon*.

Meine Interviewpartnerin: Anja Schreiber

Meine Interviewpartnerin: Anja Schreiber

Beraterin und Autorin zum Thema Journaling und berufliche (Neu-)Orientierung, Fachjournalistin und Bloggerin

Mein Wunsch ist es, Menschen zu helfen, ihren beruflichen Sehnsüchten zu folgen, ihre persönlichen Pläne umzusetzen und mehr Zufriedenheit zu finden. Deshalb habe ich u.a. die Bücher „Entfessle Dein Selbst durch Journaling“ und „Die Sehnsuchtsstrategie“ geschrieben. Auch Dich möchte ich einladen, von meinem Wissen und meiner Erfahrung aus fast 25 Berufsjahren zu profitieren.

Mehr zu Anja und ihrer Arbeit findest du hier:

https://blog.anjaschreiber.de/

https://anjaschreiber.de/

 

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