Jeder von uns kennt die Situation: Du hast du nur begrenzt Zeit, um eine Aufgabe zu erledigen, zum Beispiel weil deine Kinder nur ein paar Stunden betreut werden oder sogar krank zu Hause sind. Vielleicht lässt du dich leicht ablenken, leidest unter Aufschieberitis und du müsstest eigentlich konzentriert an deinen Projekten und Aufgaben arbeiten? Du brauchst ein einfaches Zeitmanagementtool, dass leicht zu erlernen ist und auch mit Störungen von Außen umzugehen weiß?

Probiere doch einmal die Pomodoro-Technik aus und arbeite damit effizienter und bleibe trotz schwieriger Aufgaben und Zeitdruck gelassen und entspannt.

 

Geschichte der Pomodoro-Technik

Francesco Cirillo erfand die Pomodoro-Technik in den 80er Jahren. Er benutzte für das Messen von Zeitintervallen eine Eieruhr in Form einer Tomate. Daher der Name „Pomodoro“ (= Tomate).

 

5 Tipps für dein Zeitmanagement mit der Pomodoro-Technik

 

📎 Du besorgst dir das passende Equipment (s.u.) und teilst deine Aufgaben und Projekte in Teilaufgaben und – schritte.

 

📎 Du identifizierst deine Störquellen und Ablenkungen, wie z.B. Lärm, Social Media, Internet, E-Mails oder das Telefon, und stellst sie ab.

 

📎 Starte deine Pomodoro-Technik-App oder stelle oder einen Wecker auf 25 Minuten und fange an 25 Minuten durchzuarbeiten.

 

📎 Nach diesem Zeitblock nimmst du dir 5 Minuten Pause, in denen du z.B. einen Kaffee trinkst, etwas liest oder dir die Beine vertrittst.

 

📎 Nach vier Zeitblöcken brauchst du eine größere Pause von 30 Minuten.

 

Klingt einfach, oder? Tatsächlich ist es am Anfang nicht einfach, 25 Minuten am Stück konzentriert zu arbeiten. Man muss nämlich alle externen Störquellen ausschließen können. Z.B. sollte man nicht online sein oder von Kinderlärm abgeschottet in seinem Arbeitszimmer sitzen können. Weiterhin kann man Erwachsene, die gerade etwas von einem wollen, gut auf die nächste Pause in 25 Minuten vertrösten. Kinder sollten anderweitig beschäftigt werden oder von jemand Anderem betreut werden.

Ein großer Pluspunkt der Pomodoro-Technik ist aber das konsequente Einhalten von Pausen. Diese fünf Minuten Auszeit können einen großen Unterschied machen und deine Effektivität steigern und dich trotzdem entspannt werden lassen.

 

Technik und Zubehör für die Pomodoro-Technik

Du siehst also, dass man für die Pomodoro-Technik nichts lernen muss und eigentlich auch nichts kaufen muss. Jedes Handy hat einen Timer und eine Küchenuhr haben doch viele zu Hause. Geeignete und kostenlose Apps gibt es auch dafür auf dem Markt, z.B. für Apple-Geräte  oder für Android-Handys der schlicht gehaltene Pomodoro-Smarttimer. Im Browser kann man den Tomato-Timer  gut benutzen. Eine Alternative ist der Online-Pomodoro-Timer von Marinara-Timer. Hier gibt es noch eine gute Übersicht über andere Programme oder Plattformen findest du hier.

Analog könnt ihr natürlich für die Pomodoro-Technik auch eine normale Küchenuhr verwenden oder euren Handytimer!

 

Wie kann ich mein Zeitmanagement noch weiter verbessern?

In Kombination mit einer Technik, die ich aus dem Projektmanagement kenne, ist es ganz einfach: Schau dir deine Tagesziele an und unterteile die Aufgaben dazu in kleinere Aufgaben. So weißt du, was du am Ende des Tages geschafft haben möchtest und was die kleinsten Aufgabenblöcke sind. Setze hier auch noch Prioritäten (A= sehr wichtig, B= wichtig, etc.) und fange mit den wichtigen, aber einfachen Aufgaben an. Erledige diese Aufgaben mit der Pomodoro-Technik und du wirst den Unterschied merken.

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Meine Erfahrungen

Die Pomodoro-Technik ist zu simpel, um wahr zu sein. Aber da man wirklich nicht viel vorzubereiten braucht, habe ich einfach mal damit angefangen. Und schon das Wissen, dass ich in 25 Minuten wieder Zeit zum Durchatmen habe, hat mich motiviert. Man wird tatsächlich produktiver und effektiver, da man versucht, die Ablenkungen zu minimieren. Weiterhin versuche ich auch, meine Aufgaben zu kleinen und einfach zu erledigenden Arbeitspaketen schnüren. So habe ich schneller kleine Erfolge und bin motivierter weiterzuarbeiten. Der Motivationseffekt ist bei dieser Technik nicht zu unterschätzen! Vielleicht geht es euch ja auch so: Das Wissen, dass ich an einem Tag eine schwierige Aufgabe, wie z.B. zwei Kapitel meines BUBBLE-Buches schaffen musste, hatte mich immer demotiviert. Aber immer nur 25 Minuten an Teilaufgaben arbeiten zu müssen, machte die ganze Arbeit für mich machbar. Und wenn man an einem 4 Stunden-Tag mit der Pomodoro-Techik auch nur 4 oder fünf 25-Minuten-Einheiten schafft, so sind das doch 5 erledigte Teilaufgaben!

 

Fazit

Du kannst du mit der Pomodoro-Technik:

  • produktiver und effizienter arbeiten, auch mit begrenzter Zeit, Z.B. wenn du Kinder hast

  • Störquellen besser identifizieren und ausschließen/ausschalten

  • Aufschieberitis bekämpfen
  • Außenstehende besser vertrösten

  • Pausen besser genießen

  • schneller Erfolge haben

  • motivierter sein

  • in Kombination mit Projektmanagement-Methoden kannst du größere Aufgaben in Teilaufgaben unterteilen und abarbeiten

  • coole Apps benutzen und damit angeben 😉

 

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg mit der Pomodoro-Technik. Gerne kannst du deine Erfahrungen in die Kommentare schreiben.

 

 

 

 

Katrin Wczasek

Katrin Wczasek

Expertin für die Planung, das Zeitmanagement und die Vereinbarkeit von Eltern

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